Tag des offenen Denkmals am 9. September 2012

Thema: Ihre vhs Bad Segeberg
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31. August 2012
3. September 2012

Das Museum Alt-Segeberger Bürgerhaus präsentiert am 9. September, dem Tag des offenen Denkmals die Sonderausstellung:

„Das Gedächtnis des Hauses – Dendrochronologie des Fachwerkholzes im Alt-Segeberger Bürgerhaus“

Am „Tag des offenen Denkmals 2012“ beteiligt sich das Museum Alt-Segeberger Bürgerhaus mit einem umfangreichen Programm. Das diesjährige Motto der Deutschen Stiftung Denkmalschutz: „Holz“ gibt Anlass, die Geheimnisse des ältesten Bürgerhauses der Stadt zu untersuchen.

Die präsentierte Ausstellung „Das Gedächtnis des Hauses – Dendrochronologie des Fachwerkholzes im Alt-Segeberger Bürgerhaus“ stellt die Methode der Dendrochronologie vor. Bad Segebergs Bürgervorsteherin Ingrid Altner und Herr Bernd Jorkisch, der diese Maßnahme beispielhaft unterstützt hat, eröffnen am Tag des offenen Denkmals um 11.00 Uhr die Ausstellung.  In weiteren Abschnitten wird darin auch auf die Hölzer des Alt-Segeberger Bürgerhauses und die Arbeitsschritte der Untersuchung eingegangen.

 

Zeit: Sonntag, den 9.September 2012, 10.00 – 18.00 Uhr:

Sonderausstellung: Das Gedächtnis des Hauses – Dendrochronologie des Fachwerkholzes im Alt-Segeberger Bürgerhaus (11.00 Uhr: Feierliche Eröffnung durch Bürgervorsteherin Ingrid Altner)

Führungen zur Baugeschichte: 14.00 und 16.00 Uhr

Kaffee und Kuchen bei gutem Wetter im Freigelände

Museums-Glücksrad für Kinder (mit Gewinnen)

Freier Eintritt (Spenden erwünscht)

 

Längst bekannt ist, dass das „Alt-Segeberger Bürgerhaus“ nicht im Jahre 1606 erbaut wurde. Seine erste Bauphase stammt bereits aus dem Jahre 1539. Dabei entstand diese „Urzelle“ des Bürgerhauses aus notdürftig zusammengebauten Trümmerteilen zerstörter Häuser, die nach dem verheerenden Stadtbrand von 1534 reichlich vorhanden waren. Trotz etlicher „Überbauungen“ und Anbauten in den nachfolgenden Jahrhunderten sind diese wiederverwerteten Hölzer bis heute im Gebäude des Museums erhalten geblieben.

Aber: Wie alt waren die Bürgerhäuser, die vor 1534 im Segeberg des Mittelalters standen?

Mit Hilfe der Dendrochronologie lässt sich diese Frage beantworten. Nachdem der Dendroarchäologe Peter Schemainda, M.A. im August diesen Jahres acht Kernbohrungen entnommen hat, werden diese zurzeit im Labor für Dendroarchäologie der Universität Köln auf ihr Alter analysiert. Anhand der Jahresringe lässt sich im Idealfall das exakte Fälljahr der Bäume – und damit das Baujahr der Häuser im darauf folgenden Jahr – bestimmen. Soweit die Arbeit des Kölner Labors abgeschlossen ist, werden auf dem Tag des offenen Denkmals die Ergebnisse präsentiert.

Der Tag des offenen Denkmals wird im Museum Alt-Segeberger Bürgerhaus abgerundet durch Führungen zur Baugeschichte und durch Kaffee und Kuchen und ein Kinderprogramm im Außengelände (bei schönem Wetter), bei dem die kleinen Museumsbesucher am Museums-Glücksrad ihr Glück versuchen können.

Nils Hinrichsen, Leitung Museum Alt-Segeberger Bürgerhaus


Hermann Hesse Vortrag – Veranstaltung zum Semesterbeginn Herbst 2012

Thema: Ihre vhs Bad Segeberg
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29. Juni 2012
29. Juni 2012

Die vhs lädt Sie ein zur Vorstellung des neuen vhs-Programms und zu einem Vortrag zum 50. Todestag des Dichters Hermann Hesse (1877-1962) am Dienstag, den 14. August 2012  in den Schöpfungsgarten Bad Segeberg ein.

Hermann Hesse – Anwalt des Einzelnen
Vortrag: Dr. Jürgen Weber
Di, 14. August 2012, 19.00 Uhr
im Schöpfungsgarten Bad Segeberg
(hinter dem Marienkindergarten, Zugang Winklersgang gegenüber Parkplatz)

Der Eintritt ist frei
Zur Aktualität des Dichters 50 Jahre nach seinem Tod 50 Jahre nach dem Tod Hermann Hesses ist es Zeit, eine erneute Bewertung dieses Dichters vorzunehmen und die Frage nach seiner Aktualität zu stellen. Kein anderer etablierter Dichter hatte einen
derartigen Erfolg weltweit zu verzeichnen wie Hesse, kaum einer wurde aber auch so unverhohlen als
trivial abgestempelt und als Dichter einer kitschigen Innerlichkeit verächtlich gemacht.


Rechenschwäche (Dyskalkulie) – Neuer Erlass ab 01. August 2012 gültig!

Thema: Ihre vhs Bad Segeberg,vhs Förderzentrum
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29. Juni 2012

Das vhs-Förderzentrum Segeberg informiert:

Das Land erkennt Rechenschwäche (Dyskalkulie) als Teilleistungsschwäche an: Neuer Erlass ab 01. August 2012 gültig!

Das vhs-Förderzentrum Segeberg weist daraufhin, dass es seit dem 19. März 2012 erstmals in Schleswig-Holstein eine schulrechtliche Bestimmung zur Rechenschwäche / Dyskalkulie gibt. Das Land kommt damit einer langjährigen Forderung von Eltern, dem Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie und auch der vhs Bad Segeberg nach, Rechenschwäche / Dyskalkulie als sog. Teilleistungsschwäche anzuerkennen – so wie es einige andere Bundesländer auch schon getan haben.

„Ein wichtiger und längst überfälliger Schritt, der hoffentlich zu mehr Verständnis und Sensibilität für die grundlegenden Probleme betroffener Kinder führen wird“, so Arne Hansen, Leiter des vhs-Förderzentrums Segeberg.

Der neue Erlass Rechenschwäche tritt zu Beginn des Schuljahres 2012/2013 in Kraft. Die Zwischenzeit soll genutzt werden, alle Beteiligten auf das an den Schulen neue Thema gut vorzubereiten. Für Lehrerinnen und Lehrer sind Handreichungen in Arbeit und Fortbildungsveranstaltungen geplant.

Der Erlass Rechenschwäche regelt für die Grundschulzeit bis max. zum Ende der Sekundarstufe I den notwendigen und geeigneten Umgang mit dem Thema Rechenschwäche für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Schwierigkeiten im Rechnen.

  • Maßnahmen der Prävention der Rechenschwäche
  • Frühzeitiges Erfassen der individuellen Fähigkeiten … (Defizite)
  • Geeignete und wirksame individuelle Förderung
  • Besondere pädagogische Maßnahmen im Sinne eines Nachteilsausgleichs
  • Information der Eltern

Bei Fragen zum Thema Dyskalkulie / Rechenschwäche wenden Sie sich gerne an das vhs-Förderzentrum Segeberg, den Landesverband Legasthenie und Dyskalkulie Schleswig-Holstein e.V. oder im neuen Schuljahr an die Fachkraft Rechenschwäche ihrer Schule.

Als besonderen Service bietet das Förderzentrum der Volkshochschule Bad Segeberg Beratungsgespräche für Eltern und LehrerInnen zum Thema Rechenschwäche / Dyskalkulie an. Interessierte mögen sich bitte an die vhs Bad Segeberg unter 04551-9663-0  oder per Email info@vhssegeberg.de wenden, um einen Termin zu vereinbaren.


„Um Kopf und Kragen“ Vortrag zum Thema Schädelkult

Thema: Ihre vhs Bad Segeberg
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2. Juli 2012

Das Museum Alt-Segeberger Bürgerhaus präsentiert in Kooperation mit dem Landesmuseum Schloss Gottorf:

Um Kopf und Kragen

Kult, Religion und Alltagsgeschehen mit und um den menschlichen Kopf

Film und Vortrag (Corinna Endlich, M.A.) im KulturHaus REMISE, Di., 28.8.2012, 19.30 Uhr

Eintritt: 8,- EUR (Karten: VVK im Museum und an der Abendkasse)

Überall auf der Welt nimmt der menschliche Schädel eine bedeutende Rolle ein; mal ist er Zeichen der Ahnenverehrung, mal ist er eine Trophäe, mal ist er Logo oder Schmuckmotiv. Die Sonderausstellung „Schädelkult“ auf Schloss Gottorf zeigt mit mehr als 300 Originalexponaten die Vielfalt, mit der uns der der Kopf heute in Religion, Kunst und im Alltag begegnet.

Begleitend zur Ausstellung ist ein Film produziert worden, der über die Hintergründe berichtet, die Themen anschaulich zusammenfasst und eine Vielzahl an Objekten aus der Schau präsentiert.

In dem anschließenden Vortrag wird die Reise um die Welt, die der Schädelkult umfasst, vertiefend dargestellt – lassen Sie sich mitnehmen nach Afrika, nach Asien, in die Südsee, auf den amerikanischen Kontinent und zurück nach Europa.

Die Filmvorführung ist eine einmalige Gelegenheit, denn diese Dokumentation ist ansonsten nur in der Ausstellung zu sehen!


Sprachkurs (Deutsch von Anfang an) für Asylbewerber

Thema: Ihre vhs Bad Segeberg
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18. Juni 2012
18. Juni 2012

Sprachkurs für 17 Asylbewerber in der vhs Bad Segeberg dank großzügiger Spenden der Lions, des Spendenpalaments und der Beharrlichkeit zweier engagierter Menschen.

Foto:Stahnke; v.l.n.r:Barbara Koop-Lehmann, Wolfgang Harder, Alyscher Nasridinov, Kurt Schmidt, Bernd Jorkisch, Klaus Stolzenberg, Michael Kölln, Michael Steenbuck

„Meine Frau und ich haben erlebt, wie es ist, sprachlos an einem Ort leben zu müssen, als wir für sieben Jahre an die Deutsche Schule nach Istanbul gegangen waren und fast kein Türkisch konnten“, erzählte Klaus Stolzenberg, ehemaliger Schulleiter der Dahlmannschule in Bad Segeberg, als sich die Sponsoren des ersten Sprachkurse für Asylbewerber mit Pressevertretern in der vhs trafen, um dieses bürgerschaftliche Projekt zu würdigen. Er war durch eine 1000 Euro kostbare Auszeichnung durch die Bürgerstiftung an ihn motiviert worden solch ein Projekt anzustoßen. In der Mitarbeiterin der Migrationssozialberatung des Diakonischen Werkes in Segeberg, Gisela Dell, fand er eine begeisterte Mitstreiterin, die einerseits auf der Suche nach weiteren Unterstützerinnen und Unterstützern ging, andererseits das Konzept aus Bad Oldesloe beisteuerte, wo im Mai bereits der dritte Kursus dieser Art beendet werden konnte, um damit zu Michael Kölln, dem Leiter der vhs als örtlichen Sprachbildungsträger zu gehen. Auch hier taten sich Dell und Stolzenberg die Türen weit auf.

Asylbewerber haben normalerweise keine Möglichkeit zu solch einem teuren Kursus von 3 x 4 Stunden pro Woche, 9 Monate lang, solange sie nicht in einem Asylverfahren anerkannt sind und Zuschüsse bekommen oder selbst arbeiten dürfen. Da die Anerkennung aber oftmals mehr als ein Jahr dauert, bleiben sie nicht nur sprachlich isoliert. „Dabei wollen fast alle nichts lieber, als sich hier zu integrieren und ihren Beitrag zur Gesellschaft und zum eigenen Leben zu leisten“, meinte Kirstin Schwarz-Klatt, die Leiterin der Migrations-Sozialberatung des Kirchenkreises Plön-Segeberg aus Bad Oldesloe, die ihre erkrankte Kollegin Gisela Dell beim Pressetermin vertrat. Gisela Dell und Michael Kölln fanden offene Ohren und Hände im Spendenparlament Segebergs, das  1000 € zusteuerte, vertreten durch Barbara Koop-Lehmann und  Wolfgang Harder. Auch der Lions-Club engagierte sich mit 3000€, weshalb Kurt Schmidt und  Bernd Jorkisch dazu gekommen waren. Jorkisch konnte berichten, dass die Lions nicht nur finanziell helfen, sondern auch durch Vermittlung von Praktika-Plätzen beispielsweise und andere Art. Seine Erfahrungen mit Menschen, die hier Asyl empfangen, sei dabei sehr gut. Sie seien fleißig und sehr dankbar für solche Möglichkeiten. „Gerade vor dem Hintergrund unserer internationalen Verflechtungen und der demographischen Entwicklung müssten viel mehr Anstrengungen auch zur sprachlichen Integration unternommen werden“, sagte er.

17 Menschen, davon drei Ehepaare und eine Familie aus Irak, Iran, Afghanistan, Aserbeidschan und Syrien zwischen 19 und 50 Jahren lernen nun seit drei Wochen bei Alyscher Nasridinov auf einen zertifizierten A1-Abschluss hin. Damit können sie sich im Alltag in Wort und Schrift verständigen und haben die Möglichkeit, weitere Sprachabschlüsse darauf aufzubauen. Sie selbst zahlen außerdem 10 € pro Person im Monat, was bei einer Unterstützung von 2/3 des Hartz-IV- Satzes eine Menge Geld bedeutet. Michael Steenbuck, Leiter des Diakonischen Werkes des Kirchenkreises dankte allen Spendern und Sponsoren, vor allen aber der Klaus Stolzenberg und Michael Kölln und Gisela Dell für ihr Engagement. Die „Schülerinnen und Schüler“ spiegelten in ihren Gesichtern wider, was Klaus Stolzenberg so sagte: „Ich bin glücklich und dankbar, dass ich beigetragen habe, dies bewirkt haben zu dürfen.

Text und Bilder: Pastor Wolfgang Stahnke, Ev. Kirchenkreis Plön-Segeberg