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Langfristige Förderung für Hartz-IV-Kinder mit Lese-Rechtschreibschwäche

Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt (BSG) in Kas­sel hat am 25. April 2018 eine rich­tungs­wei­sen­de Grund­satz­ent­schei­dung getrof­fen:  Job­cen­ter müs­sen Kin­dern mit Lese-Recht­schreib-Schwä­che auch län­ger­fris­tig eine Lern­för­de­rung bezah­len. Es gehe hier nicht nur kurz­fris­tig um die Ver­set­zung in die nach­fol­gen­de Klas­se, son­dern um lebens­lang bedeut­sa­me Kul­tur­tech­ni­ken, beton­te das BSG in der Urteils­be­grün­dung. Danach sol­len die Job­cen­ter aber jeweils im Ein­zel­fall schau­en, wel­che För­de­rung ange­mes­sen und hilf­reich ist (Az: B 4 AS 1917 R).

Das ist eine gute Nach­richt, denn die not­wen­di­ge För­de­rung darf nicht vom Ein­kom­men der Eltern abhän­gen“, kom­men­tiert Arne Han­sen, Lei­ter des vhs-Lern­zen­trums Sege­bergs, das Urteil,  das für mehr sozia­le Gerech­tig­keit sor­gen wird.

Hin­ter­grund des Urteils ist eine Kla­ge gegen das Job­cen­ter, das sich wei­ger­te, die Kos­ten des För­der­un­ter­richts für ein aner­kannt leg­asthe­nes Kind einer arbeits­lo­sen allein­er­zie­hen­den Mut­ter zu zah­len.

Das Kind besuch­te das vhs-Lern­zen­trum Sege­berg, das sich seit Jahr­zehn­ten der indi­vi­du­el­len För­de­rung von Kin­dern und Jugend­li­chen mit soge­nann­ten Teil­leis­tungs­schwä­chen und Lern­schwie­rig­kei­ten, ins­be­son­de­re beim Lesen, Schrei­ben und Rech­nen wid­met; den Pro­zess bis vors Bun­des­so­zi­al­ge­richt gebracht und gewon­nen hat eine Klein Rönnau­er Anwäl­tin.

Kon­takt:

Arne Han­sen

hansen@vhssegeberg.de

04551–9663-0

 

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