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Volkshochschularbeit in Bad Segeberg seit 1948

von Dr. Jür­gen Weber, im August 2015

Die Volks­hoch­schu­le Bad Sege­berg ist ein Kind der Nach­kriegs­zeit. Sie wur­de 1948 gegrün­det und ver­folg­te das Ziel, allen Gesell­schafts­schich­ten eine Teil­ha­be an Bil­dung zu ermög­li­chen. Die vhs wur­de damals bewusst als Ver­ein gegrün­det, um nicht Teil einer öffent­li­chen Ver­wal­tung und in sei­nen Ent­schei­dun­gen unab­hän­gig von der Poli­tik zu sein. Die vhs Bad Sege­berg wur­de gelei­tet und in ihren Akti­vi­tä­ten getra­gen von einem ehren­amt­lich arbei­ten­den Ver­eins­vor­stand. Im Lau­fe der Jah­re haben sich zahl­rei­che Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, vor allem Per­so­nen aus Schu­le, Poli­tik und Wirt­schaft, für die Belan­ge der Wei­ter­bil­dung ein­ge­setzt und im Vor­stand des Ver­eins gewirkt. Bemer­kens­wert ist dabei eine gro­ße Sta­bi­li­tät des Vor­stan­des, die vor allem ab 1990 für eine wohl­tu­en­de Kon­ti­nui­tät sorg­te. Die­se Zeit ist durch die Vor­sit­zen­den Klaus Stol­zen­berg (Vors. von 1990 bis 2003) und Man­fred Quaatz (Vors. Seit 2003) geprägt, aber auch durch den zwei­ten Vor­sit­zen­den Die­ter Koep (im Vor­stand seit ).

Das Prin­zip der Ehren­amt­lich­keit in der Geschäfts­füh­rung wur­de erst in den 80er Jah­ren auf­ge­ge­ben. Mit der Ein­stel­lung von Ulrich Pom­me­ren­ke als haupt­amt­li­chen Geschäfts­füh­rers 1982 erleb­te die vhs rasch eine Pro­fes­sio­na­li­sie­rung, konn­te ihr Kurs­an­ge­bot erheb­lich erwei­tern und stieg zum füh­ren­den Bil­dungs­an­bie­ter in der Regi­on auf. Zu dem tra­di­tio­nel­len Bil­dungs­an­ge­bot kamen neue Betä­ti­gungs­fel­der hin­zu, die Grün­dung des Leg­asthe­nie- und För­der­zen­trums und der Musik­schu­le folg­ten, ein spe­zi­el­les Wei­ter­bil­dungs­pro­gramm für Erzie­he­rin­nen und Erzie­her wur­de auf­ge­legt. Mit der Betrei­bung spe­zi­el­ler Pro­jek­te in Zusam­men­ar­beit mit der Arbeits­ver­wal­tung und der Durch­füh­rung spe­zi­el­ler Inte­gra­ti­ons- und Deutsch­kur­se für Aus­sied­ler, Asyl­be­wer­ber und Flücht­lin­ge erfuhr das vhs-Betä­ti­gungs­feld eine gro­ße Aus­deh­nung.
Das immer wei­ter wach­sen­de Ange­bot der vhs erfor­der­te auch immer mehr räum­li­che Kapa­zi­tä­ten, die durch die Nut­zung der schu­li­schen Räu­me nicht abge­deckt wer­den konn­ten. Im Jah­re 1995 ver­leg­te die vhs des­halb ihren Sitz in den reno­vier­ten ehe­ma­li­gen Korn­spei­cher Lüken, auf des­sen Raum­an­ge­bot die vhs Schritt für Schritt zurück­griff bis schließ­lich das gesam­te Gebäu­de durch die vhs genutzt wur­de. Der Spei­cher Lüken ist mitt­ler­wei­le ein pul­sie­ren­des Bil­dungs­haus und eine täg­li­che Begeg­nungs­stät­te. Schü­ler und Senio­ren tref­fen dort eben­so auf­ein­an­der wie deut­sche und nicht-deut­sche Lern­wil­li­ge. Das vhs-Bil­dungs­zen­trum ist die gan­ze Woche über von mor­gens bis abends prall voll Leben.

Die vhs Bad Sege­berg war immer ein­ge­bet­tet in den lan­des­wei­ten Zusam­men­schluss der Volks­hoch­schu­len, nahm aber den­noch stets eine Son­der­stel­lung inso­fern ein, dass sie mit einer unter­durch­schnitt­li­chen Zuschuss­si­tua­ti­on leben muss­te. So war die vhs Bad Sege­berg stets gezwun­gen, ihre Tätig­keit nach wirt­schaft­li­chen Gesichts­punk­ten zu gestal­ten, der Bil­dungs­trä­ger muss­te also als Wirt­schafts­un­ter­neh­men han­deln. Auch wenn sich die Lage bezüg­lich der kom­mu­na­len För­de­rung etwas ent­spannt hat, gilt der Zwang des wirt­schaft­li­chen Han­delns nach wie vor.

Das tra­di­tio­nel­le Kurs­an­ge­bot macht längst nicht mehr den Haupt­teil der vhs-Arbeit aus. Die vhs ist geschätz­ter Wei­ter­bil­dungs­part­ner der öffent­li­chen Ver­wal­tung und Insti­tu­tio­nen und schult deren Mit­ar­bei­ter. Nicht star­re Ange­bots­for­men bestim­men die vhs-Arbeit, son­dern fle­xi­ble, von den Kun­den mit­be­stimm­te Bil­dungs­mo­du­le gehen auf die Bedar­fe und Wün­sche der Ler­nen­den ein.

Die vhs Bad Sege­berg ist für die Her­aus­for­de­run­gen der Zukunft gerüs­tet. Das hart­nä­cki­ge und erfolg­rei­che Wir­ken der vie­len Betei­lig­ten für die vhs in den ver­gan­ge­nen 66 Jah­ren hat dafür die Basis geschaf­fen.

Zusam­men­set­zung des aktu­el­len Vor­stands
Man­fred Quaatz (1.Vorsitzender)
Die­ter Koep  (2. Vor­sit­zen­der)
Hans-Joa­chim Stol­zen­berg (Schatz­meis­ter)
Ali­scher Nas­ri­di­nov (Dozen­ten­ver­tre­ter)
Mari­an­ne Bött­cher
Jens Lich­te
Heinz Sand­brink
Heinz Töl­le
Frau­ke Kraft


1.Vorsitzende seit 1948
Dr. Alex­an­der Beck 1948
Hans Sie­monsen 1954
Dr. Gerd Iver­sen 1962
Hel­la Spon­holz 1973
Gün­ther Jan­zen 1974
Hart­mut Mül­ler 1978
Sig­mund Junck 1988
Klaus Stol­zen­berg 1990
Man­fred Quaatz seit 2003

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