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Museum Alt-Segeberger Bürgerhaus – Segeberger Wohnkultur vor 200 Jahren:KAMMER, KÜCHE, KELLER

Neue Aus­stel­lung:

Sege­ber­ger Wohn­kul­tur vor 200 Jah­ren:KAMMER, KÜCHE, KELLER

MSE-Plakat-Kammer-Küche-Keller

In der ers­ten Erwei­te­rung der Dau­er­aus­stel­lung zeigt das Muse­um Alt-Sege­ber­ger Bür­ger­haus ab Frei­tag, den 4.10.2013 die wie­der­ent­deck­te Woh­nung von 1814.

Nach der Tei­lung der Groß­die­le im Jah­re 1814 hat­te das Sege­ber­ger Bür­ger­haus auf der Ost­sei­te der ein­ge­zo­ge­nen Trenn­wand eine zwei­te Woh­nung erhal­ten: Zur Stra­ße hin lag die neue Stu­be, dahin­ter eine klei­ne Schlaf­kam­mer, die als Durch­gangs­zim­mer zur zwei­ten Küche des Hau­ses führ­te. Auch die­se Küche hat­te ursprüng­lich eine Herd­feu­er­stel­le; dane­ben lag unter einer Luke der Abgang in den Stein­kel­ler.

Mit dem Umbau zum Muse­um ver­schwand die­se Woh­nung 1963 wie­der.

Auf­grund etli­cher Bau­spu­ren wer­den die­se Ein­bau­ten nun erneut sicht­bar und in einer Insze­nie­rung ein­drucks­voll nach­ge­stellt. Zugleich geht der neue Teil der Dau­er­aus­stel­lung auch auf die viel­köp­fi­gen Fami­li­en ein, die im 19. Jahr­hun­dert in der erdrü­cken­den Enge des Sege­ber­ger Bür­ger­hau­ses leben muss­ten.

 

Die Aus­stel­lung wird beglei­tet von einem Pro­gramm öffent­li­cher Füh­run­gen:

Sonn­tag ǀ 6.10.2013

15:00 Uhr „Von der Die­len­hal­le (1541) zum bür­ger­li­chen Wohn­haus (1814)“,

Öffent­li­che Füh­rung durch die neue Dau­er­aus­stel­lung / Muse­um Alt-Sege­ber­ger Bür­ger­haus, Lübe­cker Str. 15, Bad Sege­berg

Sonn­tag ǀ 13.10.2013

15:00 Uhr „Von der Die­len­hal­le (1541) zum bür­ger­li­chen Wohn­haus (1814)“,

Öffent­li­che Füh­rung durch die neue Dau­er­aus­stel­lung / Muse­um Alt-Sege­ber­ger Bür­ger­haus, Lübe­cker Str. 15, Bad Sege­berg

Sonn­tag ǀ 20.10.2013

15:00 Uhr „Von der Die­len­hal­le (1541) zum bür­ger­li­chen Wohn­haus (1814)“,

Öffent­li­che Füh­rung durch die neue Dau­er­aus­stel­lung / Muse­um Alt-Sege­ber­ger Bür­ger­haus, Lübe­cker Str. 15, Bad Sege­berg

Sonn­tag ǀ 27.10.2013

15:00 Uhr „Von der Die­len­hal­le (1541) zum bür­ger­li­chen Wohn­haus (1814)“,

Öffent­li­che Füh­rung durch die neue Dau­er­aus­stel­lung / Muse­um Alt-Sege­ber­ger Bür­ger­haus, Lübe­cker Str. 15, Bad Sege­berg

 

 

Museum Bad Segeberg

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Muse­um Alt-Sege­ber­ger Bür­ger­haus – Im neu­en Glanz wie­der­eröff­net!

Mit einer kom­plett neu­en Dau­er­aus­stel­lung ist das eins­ti­ge „Hei­mat­mu­se­um“ Alt-Sege­ber­ger Bür­ger­haus seit dem 23. Mai 2013 als „Muse­um“ wie­der­eröff­net! Seit Sai­son­be­ginn steht die span­nen­de (Bau-)Geschichte des Bür­ger­hau­ses von 1541 mit sei­nen sechs Bauepo­chen im Mit­tel­punkt der neu­en Aus­stel­lung. An jeder Epo­che ist nun im Gebäu­de selbst „ables­bar“, was in fünf Jahr­hun­der­ten jeweils „modern“ war in der Wohn­kul­tur Sege­ber­ger Bür­ger.

Nach­dem die „Urzel­le“ noch vie­le mit­tel­al­ter­li­che Bezü­ge auf­weist, erhielt das Bür­ger­haus bereits 158485 eine Moder­ni­sie­rung, die sich eben­falls bis heu­te erhal­ten hat: Die „Upka­mer“! Mit die­sem „ältes­ten Schlaf­zim­mer Schles­wig-Hol­steins“ zeigt das Muse­um erst­ma­lig, wie der frü­he Fort­schritt Rich­tung ‚zivi­li­sier­te Bür­ger­kul­tur’ in Hol­stein aus­sah. Nach Jahr­hun­der­ten mit etli­chen Um- und Anbau­ten ver­füg­te das ehe­ma­li­ge Die­len­hal­len­haus zuletzt über ins­ge­samt 13 Kam­mern, Zim­mer und Räu­me, denen jeweils spe­zi­el­le Funk­tio­nen zuge­ord­net waren.

In der neu­en Aus­stel­lung erklä­ren Tex­te und Bil­der, Model­le, Ein­rich­tungs­ar­ran­ge­ments und Licht­in­sze­nie­run­gen, was es alles zum The­ma „Ent­wick­lung der Wohn­kul­tur“ im Alt-Sege­ber­ger Bür­ger­haus zu ent­de­cken gibt.

Mit der Wie­der­eröff­nung des Muse­ums mit sei­ner neu­en Dau­er­aus­stel­lung wur­de zugleich die Son­der­aus­stel­lung „Die Lübe­cker Stra­ße – Ansich­ten und Ein­sich­ten aus der ältes­ten Stra­ße der Stadt Sege­berg“ eröff­net. Noch bis zum 1. Sep­tem­ber 2013 zeigt das Muse­um unzäh­li­ge Schät­ze aus dem Kalk­berg­ar­chiv Bad Sege­berg – his­to­ri­sche Gemäl­de, Post­kar­ten, Fotos und Luft­auf­nah­men aus der Lübe­cker Stra­ße.

Hier, auf der halb­run­den Bruch­kan­te um den Kalk­berg, sie­del­ten bereits im 12. Jahr­hun­dert die Hand­wer­ker, die einst die Sie­ges­burg auf dem Kalk­berg erbau­ten. Damit ist die Lübe­cker Stra­ße der his­to­ri­sche Ursprung der Stadt. Bis heu­te hat sich der ursprüng­li­che Cha­rak­ter die­se beson­de­ren Stra­ße Bad Sege­bergs erhal­ten. – Auf den vie­len prä­sen­tier­ten Ansich­ten aus ver­gan­ge­nen Tagen wird das beson­ders deut­lich.

Anschrift: Muse­um Alt-Sege­ber­ger Bür­ger­haus
Lübe­cker Stra­ße 15
23795 Bad Sege­berg
Ihr Weg zum Muse­um
Anfra­gen für Grup­pen­füh­run­gen / Aus­kunft: Tele­fon: 04551–964-204
museum@vhssegeberg.de

www.museum-badsegeberg.de Öff­nungs­zei­ten: April – Okto­ber
diens­tags -sontag12.00 – 17.00 Uhr Ein­tritts­prei­se: Kin­der und Jugendliche0,50 € Erwachsene1,00 € Familien2,50 € Füh­r­un­gen­auf Anfra­ge

Für Ver­an­stal­tun­gen und Son­der­aus­stel­lun­gen bit­te Ankün­di­gun­gen in der ört­li­chen Pres­se beach­ten oder direkt im Muse­um.

Das Muse­um Alt-Sege­ber­ger Bür­ger­haus wird in Trä­ger­schaft der Volks­hoch­schu­le Bad Sege­berg betrie­ben.

 

Zur Geschich­te

Heimatmuseum ©mz

https://de.wikipedia.org/wiki/Alt-Segeberger_Bürgerhaus

Am 1.12.1949 erwarb die Stadt Bad Sege­berg das ältes­te Haus der Stadt. Noch bis 1959 wur­de es pri­vat bewohnt. Nach akut gewach­se­ner Ein­sturz­ge­fahr, muss­te es geräumt und in den Jah­ren 196364 von Grund auf restau­riert wer­den. Anschlie­ßend konn­te es der Öffent­lich­keit als „Hei­mat­mu­se­um” über­ge­ben wer­den.

Schon vor sei­ner Umnut­zung zum Muse­um ist das Alt-Sege­ber­ger Bür­ger­haus etli­che Male umge­baut und erwei­tert wor­den. Sei­ne Urzel­le stammt dabei noch aus der Zeit nach dem Stadt­brand von 1534! Holz­un­ter­su­chun­gen aus dem Jah­re 2012 bele­gen, dass es bereits im Jah­re 1541 errich­tet wor­den ist. Das Ursprungs­haus umfass­te dabei ledig­lich die gro­ßen Die­le sowie auf der Ost­sei­te die – ver­mut­lich unter einer Küb­bung – ange­bau­te Alt­kü­che und Alt­stu­be. In der Alt-Küche ist die offe­ne Feu­er­stel­le unter einem Schwib­bo­gen erhal­ten. Etli­che Bau­tei­le aus dem 16. Jahr­hun­dert ver­wei­sen bis heu­te auf die­se ältes­te Bau­stu­fe des Hau­ses.

Bereits in den Jah­ren 158485 wur­de das ursprüng­li­che Drei­stän­der- zum Vier­stän­der­haus ver­brei­tert. Wäh­rend die­ses ers­ten Umbaus erhielt es etli­che Neue­run­gen: Bei­de Haus­längs­sei­ten wur­den zwei­ge­schos­sig auf­ge­stockt, so dass über Stu­be und Küche eine Schlaf­kam­mer („Upka­mer“) ein­ge­baut wer­den konn­te. Die­ses „ältes­te Schlaf­zim­mer Schles­wig-Hol­steins“ war nur durch eine hoch lie­gen­de Luke betret­bar. Den­noch konn­te das Gesche­hen in der Die­le und um das Haus her­um durch Fens­ter in alle Rich­tun­gen von der Upka­mer aus beob­ach­tet wer­den.

Zusätz­lich wur­de dem Gebäu­de nun ein mehr­fach gestaf­fel­ter und reich ver­zier­ter Pracht­gie­bel vor­ge­setzt, mit dem das Haus bis heu­te ca. ½ Meter in die Stra­ße hin­ein­ragt.

Aus einem zunächst ein­ge­schos­si­gen Anbau auf der Süd­sei­te des Hau­ses (aus der Zeit vor 1805) ent­stand 1814 – durch Auf­sto­ckung und Dach­ver­län­ge­rung – eine Ein­lie­ger­woh­nung, die fort­an über eine bis heu­te erhal­te­ne Trep­pe erschlos­sen war.

Auch die gro­ße Die­le wur­de nun durch eine ein­ge­zo­ge­ne Längs­wand in zwei Räu­me auf­ge­teilt. Auf der West­sei­te ent­stand dahin­ter eine wei­te­re Woh­nung mit Wohn- und Schlaf­kam­mer und einer zwei­ten Küche. Zu die­ser Zeit wur­den im Bür­ger­haus erst­mals Kamin­zü­ge und Schorn­stei­ne für ins­ge­samt vier Feu­er­stel­len ein­ge­baut.

Kurz vor 1900 erhielt der Nord­gie­bel noch eine ver­än­der­te Fach­werk­ein­tei­lung mit z. T. neu­en Fens­ter­durch­brü­chen, die bis zur Reno­vie­rung 196364 bestehen blieb.

Bemer­kens­wert: Am heu­ti­gen Bau­be­stand las­sen sich sämt­li­che sechs Bau­stu­fen der vor­an­ge­gan­ge­nen Jahr­hun­der­te auf­zei­gen.

 

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