Das 3GO-Projekt
Konzertante Aufführung der Dreigroschenoper am 25. April 2010 in der Dahlmannschule
Eine ganz eigene, reduzierte konzertante Version eines der erfolgreichsten deutschen Theaterstücke des 20. Jahrhunderts, in der von Kurt Weill und Bert Brecht eine neue Form des Musiktheaters begründet wurde, bringt ein Projekt-Ensemble mit dem schillernden Namen „Die reitenden Boten des Königs“ am Sonntag, den 25. April um 18.00 Uhr in der Aula der Bad Segeberger Dahlmannschule (Am Markt 4) zur Aufführung.
Ursprünglich für neun Musiker auf zweiundzwanzig Instrumenten geschrieben, wird es von fünf Musikern auf ca. 20 unterschiedlichen und zum Teil höchst skurrilen, selbstgebauten Instrumenten (u.a. Klapp-Celesta, Spaten-Bass, Pia-no, Trompete, Flügelhorn, Melodika, diverse Flöten, Akkordeon, Gitarre, Schlagzeug, Cajon sowie diverse Perkussionsinstrumente, Boomwhackers, EWI) und einem Sprecher gespielt und gesungen:
Gunda Hansen, Matthias Müllenbach, Uwe Oswald (alle drei bekannt als ehe-mals „Schnuppe Truppe“), Eva Pankoke, Ulf Pankoke und Arne Hansen.
„Weill war ein sehr humorvoller Komponist, mit einer Vorliebe für Ironie, der es verstand Jazz, Tanzmusik, Volkslieder mit der so genannten E-Musik zu ver-binden; von ihm stammt auch der berühmte Satz „Ich halte nichts von der Un-terscheidung in E- und U- – für mich gibt es nur gute oder schlechte Musik“.
Er wollte das Publikum durch bekannte, populäre Melodien an komplexe Struk-turen in der Musik heranführen, nannte das Ergebnis „qualitative Gebrauchs-kunst“, in der der Jazz von Anfang an eine besondere Rolle spielte. Diesem musikalischen Ansatz fühlen wir uns verpflichtet und haben ihn – mit dem nöti-gen Augenzwinkern – für das Jahr 2010 – 60 Jahre nach Weills Tod* – fortge-schrieben“, so Ulf Pankoke, Spiritus Rector und Arrangeur des 3GO-Projektes.
Die Dreigroschenoper wurde von Brecht und Weill zur Wiedereröffnung des Berliner Schiffbauerdamm-Theaters (heute: Berliner Ensemble) am 31. August 1928 uraufgeführt; bis heute sind Songs wie „Die Moritat von Mackie Messer“, „Das Lied von der Seeräuber-Jenny“ oder „Der Kanonensong“ international be-kannte und beliebte Evergreens und Ohrwürmer.
Karten (10 / erm. 7 €) gibt es an der Abendkasse ab 17.30 Uhr; Kartenreservie-rungen unter Tel. 04551 – 304751.
Weitere Aufführungen am 17. April im Lüneburger Johanneum und am 01. Mai im Elbschloss Bleckede.
* Am 03. April 2010 war der 60. Todestag von Kurt Weill















